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Logo Elke Schaaf, leader's performance. Klar denken, klar sprechen, klar handeln. Coachings für Führungskräfte

Mentor vs Coach: Herausforderungen für Führungskräfte und die Wahl der richtigen Unterstützung

Führungskräfte stehen ständig vor neuen Herausforderungen – von der Integration gemeinnütziger Organisationen in Unternehmensstrukturen über die Steuerung von Produktionsbetrieben bis hin zum Management in Private-Equity-Umgebungen. Um in diesen komplexen Bereichen erfolgreich zu sein, ist gezielte Weiterentwicklung essenziell. Dementsprechend sollte die Frage „Mentor vs Coach – was hilft dem Unternehmen wirklich?“ geklärt werden.

Die Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Unternehmensgröße, die Unternehmenskultur und die individuellen Karriereziele. In vielen Fällen kann eine Kombination aus beiden Ansätzen der effizienteste Weg sein. 

Mentor vs. Coach: Die wichtigsten Unterschiede

Obwohl die Begriffe oft synonym verwendet werden, gibt es klare Unterschiede zwischen Mentoring und Coaching für Führungskräfte. Je nachdem, welche Probleme adressiert werden müssen, sollte die Entscheidung Mentor vs Coach abgewägt werden. 

Mentoring:

Coaching:

Coaching für Führungskräfte: Wann ist welches Modell besser? 

Die Wahl Mentor vs Coach hängt von der Unternehmensstruktur, den individuellen Bedürfnissen und den strategischen Zielen ab. 

Kontext 

Mentoring 

Coaching 

KMU & Mittelstand 

Hoher Nutzen durch direkten Wissenstransfer erfahrener Führungskräfte an Nachfolger. 

Bei wachstumsstarken Unternehmen hilft Coaching, Führungskompetenzen gezielt zu entwickeln. 

Private Equity & Großunternehmen 

Weniger relevant, da kurzfristige Strategien dominieren. 

Hoher Nutzen durch maßgeschneiderte Unterstützung und strategisches Skill-Development. 

Gemeinnützige Organisationen 

Wichtig zur Bewahrung der Werte und Kultur der Organisation. 

Hilfreich für die Entwicklung innovativer Führungsansätze. 

Öffentliche Verwaltung 

Mentoring hilft, formelle Strukturen und Karrierewege zu verstehen. 

Coaching kann Innovationen in oft starren Strukturen fördern. 

Mentoring: Vorteile und Herausforderungen

Mentoring bietet Führungskräften zahlreiche Vorteile, insbesondere durch den Zugang zu wertvollen Netzwerken innerhalb des Unternehmens. Ein erfahrener Mentor kann helfen, strategische Entscheidungen zu treffen und langfristige Karrierepläne zu entwickeln. Durch den direkten Wissenstransfer lernen Mentees bewährte Strategien für Erfolg und Organisationsverständnis kennen. Darüber hinaus stärkt ein Mentor das Selbstbewusstsein, indem er Orientierungshilfen gibt und als vertrauensvoller Ansprechpartner dient. 

Allerdings hat Mentoring auch seine Grenzen. Da es stark auf subjektiven Erfahrungen basiert, kann das, was für den Mentor funktioniert hat, nicht zwangsläufig auch für den Mentee passend sein. Zudem können Interessenkonflikte entstehen, wenn der Mentor eigene Agenden verfolgt oder bewusst oder unbewusst Denkweisen und Vorurteile weitergibt. Ein weiteres Problem entsteht oft, wenn der Mentee in eine höhere Position aufsteigt: In vielen Fällen endet das Mentoring genau dann, wenn die Herausforderungen am größten sind.

Lösung: Ergänzung durch Coaching, um individuelle Lösungen zu entwickeln. Das Reiss Motivation Profile® eignet sich hier perfekt als wirksame Coaching-Methode!

Coaching für Führungskräfte: Vorteile und Herausforderungen

Warum Coaching als Alternative zum Mentoring sinnvoll ist 

  • Neutraler Blick von außen: Der Coach bringt keine eigenen Erfahrungen oder persönlichen Ansichten ein, sondern konzentriert sich auf die individuellen Ziele der Führungskraft. 
  • Individuelle Lösungswege: Coaching hilft Führungskräften, eigene Antworten auf Herausforderungen zu finden. 
  • Flexibilität: Coaching ist dynamisch und kann sich schnell an veränderte Rahmenbedingungen anpassen. 
  • Hochgradig zielgerichtet: Coaching unterstützt gezielt bei Themen wie Kommunikation, Entscheidungsfindung, Konfliktmanagement oder Führungsstil. 
  • Innere Blockaden lösen: Coaching geht über reine Strategieentwicklung hinaus und hilft, mentale Barrieren zu identifizieren und zu überwinden. 

 

Warum Führungskräfte ihre Mitarbeiter nicht selbst coachen können 

  • Führungskräfte haben immer Unternehmensziele im Blick, was zu Interessenkonflikten führen kann. 
  • Mitarbeiter könnten zögern, offen über Herausforderungen zu sprechen, wenn die Führungskraft gleichzeitig Coach ist. 
  • Interne Führungskräfte können nicht vollkommen neutral sein, da sie in die Unternehmensstruktur eingebunden sind. 

Lösung: Externe Coaches einsetzen, um unabhängige Perspektiven und objektive Beratung zu gewährleisten. 

Mentor vs Coach: Wann ist welcher Ansatz besser?

Mentoring eignet sich besonders für die langfristige Karriereplanung und den gezielten Wissenstransfer. In Unternehmen mit einer ausgeprägten Unternehmenskultur hilft es, zentrale Werte an die nächste Generation weiterzugeben. Zudem profitieren Führungskräfte, die ihr internes Netzwerk ausbauen und sich strategisch im Unternehmen positionieren möchten.

Coaching ist ideal, wenn spezifische Fähigkeiten gezielt entwickelt werden sollen. Es bietet eine neutrale Reflexion der eigenen Führungskompetenz und unterstützt individuelle Weiterentwicklung. Besonders in dynamischen Märkten hilft Coaching, schnelle Entscheidungen zu treffen und sich flexibel an neue Herausforderungen anzupassen.

Warum eine Kombination beider Methoden der effizienteste Weg ist   

Führungskräfte profitieren von der Erfahrung und dem Netzwerk eines Mentors, während Coaching ihnen hilft, eigene Lösungen zu entwickeln. Unternehmen können Talente gezielter fördern, indem sie Mentoring für langfristige Entwicklung und Coaching für akute Herausforderungen nutzen. 

Praxistipp: Unternehmen sollten beide Ansätze systematisch kombinieren, um Mitarbeiterbindung zu stärken und Top-Talente effektiv zu fördern.